Planung ist das halbe Leben, so sagt man. Bei der EEG ist es in jedem Fall der wichtigste Schritt!

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Egal, ob ihr eine EEG plant die erst eine z.B. Photovoltaikanlage errichten oder pachten möchte, oder ob ihr bereits bestehende Anlagen nutzen möchtet, beginnt mit einer unverbindlichen Evaluierung der Teilnehmer.

Dazu sollte man zumindest folgende Dinge wissen:

  • Wie viele Einspeiseanlagen habe ich in meiner potentiellen EEG und welche Mengen (EPL) haben diese?
  • Wie viele Interessierte habe ich die selbst keine Einlieferungsanlage haben und wichtig - welchen Jahresverbrauchswert haben diese zusammen?

Beide Fragen löst ihr damit, dass jeder Interessent euch entweder seinen Jahresverbrauchswert bei einer unverbindlichen Anmeldung übermittelt, oder besser, euch die letzten 2-3 Jahresabrechnungskopien sendet. Auf der ersten Seite einer Abrechnung steht zwar alles nett zusammengefasst, die nachfolgenden Seiten der Abrechnung, die sogenannten "Detailinformationen" sind aber der wahre Schatz. Dort steht nicht nur wie viele Zählpunkte und Zähler ein potentieller Teilnehmer hat sondern auch die Netzebene und die Messebene, die wesentlich ist für eine Teilnahme. Genauso findet ihr dort die aktuellen Stromkosten, denn die Teilnahme an der EEG soll sich ja für alle lohnen, sowohl Sinne der Umwelt und Nachhaltigkeit als auch für die Brieftasche.

Was zahlen die Leute aktuell für ihren Strom und was bekommen sie für die Einlieferung vergütet?
Das ist wichtig um einen Strompreis innerhalb der EEG festlegen zu können, wobei Bezugspreis und Abnahmepreis natürlich unterschiedlich hoch sein können.

Habe ich diese Infos, kann ich eine Anfrage an den Netzbetreiber stellen, wofür ihr im Regelfall die Zählpunktnummern (von der Abrechnung) der jeweiligen Teilnehmer benötigt. Ob und wie "weit" eure EEG umsetzbar ist und ob es eine lokale oder regionale EEG ist, hängt nämlich davon ab, ob alle an der selben Trafostation angeschlossen sind (lokal) oder zumindest am selben Umspannwerk (regional). Diese Information hat aktuell ausschließlich der Netzbetreiber und muss sie such innerhalb von 14 Tagen zur Verfügung stellen.

Das sind meiner Ansicht nach einmal die Grundpfeiler für eure künftige EEG mit welchen eine Berechnung und Planung erstellt werden kann um zu entscheiden welche Form der Rechtspersönlichkeit kommt für unsere EEG in Frage usw.
Ihr müsst diese Daten nicht unbedingt selbst einholen sondern könnt dafür, wie für die weiteren Schritte bis hin zur Abrechnung der EEG Energielieferanten als Dienstleister hinzuziehen. Vorsicht allerdings vor sogenannten "Experten" die teils mehrere tausend Euro "Beratungshonorar" verrechnen wollen, von den Folgekosten abgesehen, denn je nach EEG ist das dann nur für diese ein Gewinn.

PS: Haben alle Interessenten schon einen Smart Meter? Wenn nicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt einen beim Netzbetreiber anzufordern, der innerhalb von 2 Monaten einen kostenlosen Zählertausch vornehmen muss. Aber Achtung - die Netzbetreiber haben aktuell nach Einbau weiterhin 6 Monate Zeit das diese intelligenten Zähler auch "smart" werden, und genau das ist eine der gesetzlichen Mindestvoraussetzungen für alle Teilnehmer einer EEG.

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